Sturzprophylase für alte Menschen
Posted by mehalon.de on Oktober 15th, 2009Aufgrund der Schwächung des aktiven und passiven Bewegungsapparates existiert im hohen Alter eine steigende Gefahr durch Stürze. Stürze dürfen in diesem Zusammenhang als ein Fallen aufgefasst werden, welches nicht durch fremde Interaktionen ausgelöst wird und während der Bewältigung einer Alltagssituation auftritt. Folglich ist eine Sturzprophylaxe für alte Menschen notwendig, welche effektiv gegen diese Gefahr schützt bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes reduziert.
Die erste Maßnahme ist die Aufklärung der Betroffenen selbst. Viele verfügen über ein verzerrtes Selbstbild, welches den eigenen Körper und die persönlichen Fähigkeiten weitaus stärker einschätzt als diese eigentlich sind. Darauf aufbauend können Gleichgewichts- und sanfte Kraftübungen erfolgen, welche oftmals in Form einer Prophylaxe Übung auch von den Krankenkassen angeboten werden. Neben der Aufklärung und Stärkung der Person selbst kann natürlich auch deren Umwelt freundlicher und weniger gefährlich gestaltet werden. So können gefährliche Bodenunebenheiten entfernt und Griffe angebracht werden, welche im Falle einer Unsicherheit ergriffen werden können.
Insbesondere bei einem Pflegefall innerhalb ambulanter Pflege oder in einem Altenheim sollte auf die Problematik gesondert hingewiesen, wenn der Betroffene bereits in der Vergangenheit Auffälligkeiten in der Fortbewegung zeigte. Das Umfeld und insbesondere die Pflegekräfte können daraufhin speziell reagieren und Risikosituationen im vornherein vermeiden oder überwachen. Problematisch ist ein Sturz vor allem aufgrund der akuten Verletzungsgefahr, aber auch aufgrund der Tatsache, dass viele ältere Menschen alleine leben, nicht mehr aufstehen können und somit am Boden liegen bleiben. Ein Alleinstehender sollte deshalb neben Sturzprophylaxemaßnahmen auch ein Hausnotrufgerät erwerben, welches im Notfall betätigt werden kann und Rettung kommen lässt. Insgesamt ist die Sturzprophylaxe ein ernst zu nehmendes Thema, welches nicht nur den Betroffenen, sondern auch die Angehörigen zu einem bewussten Verhalten anregen sollte.