Hausstauballergie / Hausstaubmilbenallergie

Posted by mehalon.de on April 13th, 2009

Bei einer Hausstauballergie (auch als Hausstaubmilbenallergie bezeichnet) handelt es sich um eine überempfindliche Reaktion auf die Eiweiße im Kot der Hausstaubmilbe. Als Allergiker reagiert man darauf meist mit Niesanfällen und Husten, tränenden Augen und laufender Nase. Bei schweren Fällen der Hausstauballergie kann es zudem zu Asthma und Atemnot kommen. Bei einigen Menschen (z. B. bei Neurodermitikern) können Bestandteile des Milbenkots durch die Haut dringen und Juckreiz sowie Ekzeme hervorrufen.

Diagnostiziert der Arzt (meist ein HNO-Arzt) eine Hausstauballergie, ist es notwendig, die Ursachen wirkungsvoll zu bekämpfen. Die Vermeidung von Kontakt mit Milbenkot hat dabei oberste Priorität. Hausstaub und damit Hausstaubmilben lassen sich leider nur sehr selten vollständig bekämpfen, weshalb als Therapie oft eine Hyposensibilisierung zu empfehlen ist. Dabei wird über eine längere Zeit eine stetig, aber langsam ansteigende Dosis des Allergens unter die Haut gespritzt und nach etwa zwei bis drei Jahren verschwinden die allergischen Reaktionen im Normalfall fast vollständig.

Um den Kontakt mit Milbenkot zu vermeiden, kann man die Matratzen im Schlafzimmer mit Plastikfolie umwickeln. Die Matratzen sollten dann mit etwa drei Spannbettüchern überzogen werden. Wer keine Plastikfolie benutzen möchte, kann im Handel auch milbenkotdichte Bezüge kaufen, die sowohl luft- als auch wasserdampfdurchlässig sind. Kurzfristig kann man damit auch testen, ob sich die Beschwerden bessern. Sowohl Kopfkissen als auch Bettdecken sollten bei 60° C gewaschen werden können, denn die Milben sterben erst bei dieser Temperatur ab. Kissen sollten dabei im Jahr mehrmals gewaschen werden. Weiterhin kann ein Staubsauger mit einem pollen- und milbenkotdichten Mikrofilter hilfreich sein. Die gleichmäßige Verteilung von Milbenkot in der Wohnung kann so verhindert werden. Es empfiehlt sich auch, glatte Bodenflächen zu wischen, anstatt zu fegen, Staub wischen sollte man mit einem feuchten Tuch – damit wird weniger Staub aufgewirbelt, was für einen Allergiker wichtig ist. Eine weitere Maßnahme ist eine regelmäßige und gründliche Lüftung der Wohnung, nur im Einzelfall ist der Einsatz von Präparaten zur Milbentötung in Form von Pulver oder Schaum sinnvoll.

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